+++ Schatzsucher aufgepasst! Kooperationsmöglichkeiten für Schulen. +++ Jury hat Preisträger ermittelt +++
Preisträger 2010
Ende Juni ist in Speyer die Entscheidung gefallen: Nicole Schmidt und Daniela Dröscher sind die beiden ersten Preisträgerinnen des Theaterautorenwettbewerbs „Wortschatz Rheinland-Pfalz“ 2010. Im Folgenden können Sie Auszüge aus der Begründung der Jury lesen, sowie einen ersten Eindruck der Preisträgerinnen und Ihrer Gewinnerstücke erhalten.
Lobend erwähnen möchte die Jury die eingereichte Arbeit von Moritz Heger.
Nicole Schmidt: Die Reise nach Afrida
Die 1975 in Landau geborene Autorin verbrachte ihr Kindheit und Jugend in Freimersheim in der Pfalz. Sie absolvierte ein Studium der Ethnologie, der Klassischen Indologie und der Modernen Indologie. Aktuell lebt Nicole Schmidt in Heidelberg und hat bisher einige Kurzgeschichten, Gedichte und Fachbeiträge in Anthologien veröffentlicht.
Die Jury würdigt die Lebhaftigkeit und den Phantasiereichtum des Stückes „Die Reise nach Afrida“. Der große Unterhaltungswert liegt sowohl im ideenreichen Handlungsverlauf als auch in der Kunstsprache der Figuren begründet und hebt dadurch das Stück aus der Masse der zahlreichen Lehrstücke im Kindertheater ab. Nicole Schmidt hat einen Text eingereicht, der ein hohes Potenzial liefert und eine Bereicherung in der Spiellandschaft darstellen kann, so die Jury. Einstimmig wurde beschlossen, die Leistung der Autorin zu würdigen und die Weiterentwicklung des Stückes „Die Reise nach Afrida“ in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendtheater zu fördern.
Daniele Dröscher: Als wäre ich Papier
Daniela Dröscher, Jahrgang 1977, ist in der Nähe von Kirn im Hunsrück aufgewachsen. Ihr Weg führte sie anschließende nach Trier, wo sie ein Studium der Germanistik, Anglistik und Philosophie absolvierte. Danach folgte eine Promotion an der Universität Potsdam und der Studiengang „Szenisches Schreiben“ in Graz. Daniela Dröscher schreibt Prosa, Essays und Theatertexte. Sie lebt aktuell in Berlin.
Die Jury lobt einstimmig die kraftvolle Sprache des Stückes, durch die es der Autorin gelingt, den Spannungsbogen innerhalb der Handlung vom unvermittelten Einstieg bis zum Ende des Stückes aufrechtzuerhalten. Gleichsam hebt die Jury anerkennend hervor, dass sich Daniela Dröscher nicht für den sonst gängigen Realismus innerhalb des Jugendtheaters entschieden hat, sondern philosophisch-surreal die beklemmende Atmosphäre zwischen den vier Geschwister aufbaut. Das Stück läßt zahlreiche Leerstellen innerhalb des Handlungsverlaufes offen, so dass zu keinem Zeitpunkt ein Zeigefinderduktus entsteht. Mit Ihrem Stück „Als wäre ich Papier“ sticht Daniela Dröscher sowohl inhaltlich als auch sprachlich-formal aus den Sehgewohnheiten im Jugendtheater überraschend hervor. Diese Gesamtleistung würdigt die Jury einstimmig.
Moritz Heger: Luftzeug
Im Kindesalter ist der 1971 geborene Moritz Heger mit seiner Familie nach Mainz gezogen, wo er seine Schul- und Studienzeit verbrachte. Er studierte Germanistik, Theaterwissenschaften, Evangelische Theologie und Pädagogik. Aktuell arbeitet Moritz Heger als Gymnasiallehrer in Stuttgart; er veröffentlichte bisher Prosatexte, Lyrik und Theatertexte.
Der Jury ist es ein besonderes Anliegen das eingereichte Stück „Luftzeug“ des Autors Moritz Heger lobend zu erwähnen. Die absolute Offenheit der Handlung, die durch den Collage-Charakter des Stückes unterstrichen wird bei gleichzeitiger Dichte der Sprache, zeugen von einer hohen Qualität, so die Jury. Zudem überzeugt das Stück „Luftzeug“ durch den Inhalt, der die zahlreichen Facetten jugendlicher Abstürze aufgreift und somit aus der Lebensrealität des jungen Publikums im Jugendtheater gegriffen ist ohne vorgefertigte Lösungen präsentieren zu wollen. Die Jury würdigt den bereichernden Beitrag des Autors.
Lobend erwähnen möchte die Jury die eingereichte Arbeit von Moritz Heger.
Kategorie Kindertheater (Zielgruppe bis 12 Jahre)
Nicole Schmidt: Die Reise nach AfridaDie 1975 in Landau geborene Autorin verbrachte ihr Kindheit und Jugend in Freimersheim in der Pfalz. Sie absolvierte ein Studium der Ethnologie, der Klassischen Indologie und der Modernen Indologie. Aktuell lebt Nicole Schmidt in Heidelberg und hat bisher einige Kurzgeschichten, Gedichte und Fachbeiträge in Anthologien veröffentlicht.
Die Jury würdigt die Lebhaftigkeit und den Phantasiereichtum des Stückes „Die Reise nach Afrida“. Der große Unterhaltungswert liegt sowohl im ideenreichen Handlungsverlauf als auch in der Kunstsprache der Figuren begründet und hebt dadurch das Stück aus der Masse der zahlreichen Lehrstücke im Kindertheater ab. Nicole Schmidt hat einen Text eingereicht, der ein hohes Potenzial liefert und eine Bereicherung in der Spiellandschaft darstellen kann, so die Jury. Einstimmig wurde beschlossen, die Leistung der Autorin zu würdigen und die Weiterentwicklung des Stückes „Die Reise nach Afrida“ in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendtheater zu fördern.
Kategorie Jugendtheater (Zielgruppe ab 12 Jahre)
Daniele Dröscher: Als wäre ich PapierDaniela Dröscher, Jahrgang 1977, ist in der Nähe von Kirn im Hunsrück aufgewachsen. Ihr Weg führte sie anschließende nach Trier, wo sie ein Studium der Germanistik, Anglistik und Philosophie absolvierte. Danach folgte eine Promotion an der Universität Potsdam und der Studiengang „Szenisches Schreiben“ in Graz. Daniela Dröscher schreibt Prosa, Essays und Theatertexte. Sie lebt aktuell in Berlin.
Die Jury lobt einstimmig die kraftvolle Sprache des Stückes, durch die es der Autorin gelingt, den Spannungsbogen innerhalb der Handlung vom unvermittelten Einstieg bis zum Ende des Stückes aufrechtzuerhalten. Gleichsam hebt die Jury anerkennend hervor, dass sich Daniela Dröscher nicht für den sonst gängigen Realismus innerhalb des Jugendtheaters entschieden hat, sondern philosophisch-surreal die beklemmende Atmosphäre zwischen den vier Geschwister aufbaut. Das Stück läßt zahlreiche Leerstellen innerhalb des Handlungsverlaufes offen, so dass zu keinem Zeitpunkt ein Zeigefinderduktus entsteht. Mit Ihrem Stück „Als wäre ich Papier“ sticht Daniela Dröscher sowohl inhaltlich als auch sprachlich-formal aus den Sehgewohnheiten im Jugendtheater überraschend hervor. Diese Gesamtleistung würdigt die Jury einstimmig.
Lobende Erwähnung
Moritz Heger: LuftzeugIm Kindesalter ist der 1971 geborene Moritz Heger mit seiner Familie nach Mainz gezogen, wo er seine Schul- und Studienzeit verbrachte. Er studierte Germanistik, Theaterwissenschaften, Evangelische Theologie und Pädagogik. Aktuell arbeitet Moritz Heger als Gymnasiallehrer in Stuttgart; er veröffentlichte bisher Prosatexte, Lyrik und Theatertexte.
Der Jury ist es ein besonderes Anliegen das eingereichte Stück „Luftzeug“ des Autors Moritz Heger lobend zu erwähnen. Die absolute Offenheit der Handlung, die durch den Collage-Charakter des Stückes unterstrichen wird bei gleichzeitiger Dichte der Sprache, zeugen von einer hohen Qualität, so die Jury. Zudem überzeugt das Stück „Luftzeug“ durch den Inhalt, der die zahlreichen Facetten jugendlicher Abstürze aufgreift und somit aus der Lebensrealität des jungen Publikums im Jugendtheater gegriffen ist ohne vorgefertigte Lösungen präsentieren zu wollen. Die Jury würdigt den bereichernden Beitrag des Autors.


